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Durchgängige Varianten

Ernsthaft in Betracht kommende Trassenkorridore

Mit den vier ernsthaft in Betracht kommenden Trassenkorridoren liegen im Bahnprojekt Fulda-Gerstungen erstmals durchgängige Varianten vor. Sie sind das Ergebnis des Segmentvergleichs.

Diese vier Trassenkorridore unterscheiden sich im Ausfädelungsbereich aus der aus Fulda kommenden, bestehenden Schnellfahrstrecke. Bereits südlich, bei Langenschwarz, fädeln die Varianten pink und türkis aus, die durch Bad Hersfeld bzw. südlich von Bad Hersfeld nach Nordosten führen. Erst weiter nördlich fädeln die Varianten violett bei Kirchheim und orange bei Neuenstein aus.

Die Herren Haschke und Marold, Projektingenieure der DB Netz AG, erläutern im Videointerview, was die vier durchgängigen Varianten ausmacht und was sie unterscheidet.

Wir laden Sie ein, die Varianten entlang der Überflugfilme näher zu erkunden. Zusätzliche Informationen finden Sie in den Infosheets.

Variante pink

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Variante türkis

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Variante violett

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Variante orange

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Ausblick: Die nächsten Schritte

In den kommenden Monaten werden die vier ernsthaft in Betracht kommenden Trassenkorridore im Variantenvergleich weiter untersucht, um daraus die Antragsvariante zu ermitteln. Diese wird – analog zum Vorgehen beim Segmentvergleich – das Ergebnis eingehender Untersuchungen und intensiver Abwägung sein.

In diesem Planungsschritt werden unter anderem der Vergleich der Güterverkehrsspangen bei Variante türkis sowie die möglichen Standorte des Fernverkehrshalts zusätzlich in den Bewertungsprozess einbezogen. Bewertet wird auch, wie gut die Varianten das Fahrzeitziel erfüllen. Zudem werden der Baubetrieb und die Baulogistik mitberücksichtigt.

Die Antragsvariante werden wir voraussichtlich Anfang des Jahres 2022 vorstellen.

Sie fragen – wir antworten

Sie haben Fragen oder Hinweise zum Projekt oder möchten einzelne Aspekte gerne vertieft erklärt bekommen? Schreiben Sie Ihr Anliegen an fulda-gerstungen@deutschbahn.com . Wir setzen uns mit jeder eingehenden Nachricht auseinander und beantworten diese schriftlich.

Fragen und Antworten zu dieser Themeninsel werden wir hier veröffentlichen.

Werden die langen Tunnel wirklich ohne Unterbrechung gebaut oder werden sie an sinnvollen Punkten, wie bei Hilpershausen oder Meckbach, kurz an die Oberfläche kommen? Steht es schon fest? Wenn nicht, warum?

Das Bahnprojekt Fulda–Gerstungen befindet sich noch in einer frühen Planungsphase, in der noch keine detaillierten Angaben zur Bautechnik der späteren Tunnel gemacht werden können. Erst im Rahmen des weiteren Planungsprozesses werden die Gradienten der Tunnel genauer definiert und die Lage der Tunnelportale festgelegt. Auch die Notwendigkeit von Zwischenangriffen wird erst in den weiteren Planungsphasen ermittelt.

Warum werden die Ergebnisse der Datenerhebung in Bad Hersfeld im Juli 2021 nicht öffentlich gemacht?

Ein wichtiger Bestandteil des Trassenfindungsprozesses ist der Vergleich der potenziellen Fernverkehrsstandorte. Hierzu liefert die Datenerhebung am Bahnhof Bad Hersfeld eine wichtige Grundlage. Ziel der Datenerhebung war es daher, die prozentuale Verteilung der für den Weg vom und zum Bahnhof genutzten Verkehrsmittel, also den sogenannten Modal Split, zu ermitteln. Auf Basis der Daten lassen sich dann bspw. die Flächenbedarfe für die potenziellen Fernverkehrsstandorte ermitteln.
Die Ergebnisse der Datenerhebung fließen in die Raumordnungsunterlage ein, die nach der Einreichung beim Regierungspräsidium öffentlich zugänglich ist.

Sind bei den vier Varianten auch Häuser in Ronshausen betroffen, die wegmüssen? Wie verhält es sich mit dem Lärmpegel?

Die ernsthaft in Betracht kommenden Trassenkorridore besitzen eine Breite von bis zu einem Kilometer. Daher können noch keine Aussagen zur konkreten Streckenführung getroffen werden. Ziel ist es grundsätzlich, die Betroffenheiten so gering wie möglich zu halten und die Inanspruchnahme von Wohnhäusern zu vermeiden. Nach aktuellem Kenntnisstand ist im Bereich von Ronshausen keine Inanspruchnahme von Wohngebäuden vorgesehen.

Beim Neubau sowie bei wesentlichen baulichen Änderungen von Strecken wird nach den Vorschriften der 16. Bundes­immissions­schutz­verordnung geprüft. Der Vorhabenträger hat sicherzustellen, dass diese Vorgaben eingehalten werden. Detaillierte Informationen zum Thema Schallschutz finden sie außerdem auf der Projektwebsite.

In welcher Weise ist eine Entschädigung der Flächeneigentümer*Innen vorgesehen? Werden Ernteausfälle entschädigt und wenn ja, in welcher Form? Wird es Ausgleichsflächen geben?

Das Bahnprojekt Fulda–Gerstungen befindet sich in einer frühen Planungsphase, der Raumordnung. In dieser Phase gilt es, eine geeignete und raumschonende Trasse für die neue Strecke zu finden. Welche Grundstücke für den Bau der Strecke bzw. die eigentliche Strecke benötigt werden lässt sich daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Grundsätzlich werden bei einer Inanspruchnahme von Gebäuden oder Flächen im weiteren Projektverlauf mit den Eigentümern Verträge für die vorübergehende Nutzung, beispielweise während der Bauzeit, oder eine dauerhafte Inanspruchnahme geschlossen.